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Schweinegrippe (Influenza A/H1N1)*

Fakten, Aktuelle News, Maßnahmen, Begriffserklärungen und Links - zusammengestellt von Apotheker Joachim Freischem

Google Insights for Search zeigt Ihnen am Verlauf der letzten 12 Monate, wie das Interesse an der Schweinegrippe zurückgegangen ist. Als Vergleichsparameter wurde "Merkel" gesucht:

Zunächst in den USA (-> amerikanische Grippe / Amerikagrippe) und vor allem in Mexiko (-> mexikanische Grippe / Mexikogrippe) waren die ersten Menschen an der so genannten "Schweinegrippe" (*) erkrankt, die durch ein neuartiges Influenzavirus (A/H1N1-Virus) verursacht wird.

Die Symptome der neuen Grippe sind ähnlich wie bei saisonaler Grippe (Influenza), d.h. vor allem Fieber, Atemwegsbeschwerden und Gliederschmerzen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Schweinegrippe (*) zur Pandemie erklärt, d.h. die höchste Alarmstufe 6 für das Schweinegrippe-Virus A H1N1. Die Alarmstufe 6 wurde seit 40 Jahren nicht mehr ausgerufen.

Im Gegensatz zu Deutschland hat die WHO  längst aufgehört, die Infizierten resp. die Todesfälle zu zählen. Zu teuer und zu ungenau waren die Erhebungen. Täglich gibt es zahlreiche neue Meldungen. Lesen Sie deshalb am besten die aktuellen Nachrichten.

Seit Bekanntwerden wird das Thema Verstärkerstoffe (so genannte Adjuvantien resp. Adjuvanzien) immer kontroverser diskutiert. Die Internetseiten des Paul-Ehrlich-Institut (PEI) geben einen Zugang zu den dem PEI gemeldeten Verdachtsfälle von Impfkomplikationen und Nebenwirkungen von in Deutschland zugelassenen Impfstoffen. Sie bieten Hilfestellungen und Informationen zur Interpretation der vorliegenden Daten an. Der darin enthaltene öffentliche Zugang zur "Datenbank zu Verdachtsfällen von Impfkomplikationen und Nebenwirkungen" soll gleichermaßen der Information der Fachkreise und der Bevölkerung dienen.

Am 10. September 2009 hat die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft eine Stellungnahme zur Schutzimpfung gegen die neue Influenza A (H1N1) abgegeben, in der zu Themen wie Übertragbarkeit, Gefährlichkeit, besonders betroffene Bevölkerungsgruppen, Risikofaktoren, Risikobeurteilung der Impfstoffe und Adjuvantien berichtet wird.

Das Bundeskabinett hat am 19. August 2009 die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bei Schutzimpfungen gegen die Neue Influenza (so genannte Schweinegrippe) beschlossen. Damit wird die Impfung für jeden Versicherten, der sich impfen lassen möchte, von der Krankenkasse bezahlt. Der Verband der privaten Krankenversicherung hat erklärt, für seine Versicherten die Kosten der Impfung, die sich auf jeweils 28 Euro belaufen, ebenfalls zu übernehmen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) hat am 30.07.2009 "Empfehlungen zum Verhalten im Verdachts- und Krankheitsfall" veröffentlicht.

Die WHO hatte am 29. April 2009 die Phase 5 ausgerufen. Phase 5 wird charakterisiert durch eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung des Virus in mindestens zwei Staaten einer WHO-Region. Am 25.4.2009 hatte die WHO das Virus als gesundheitliches Risiko von internationaler Bedeutung eingestuft, eine vergleichbare Einstufung gab es beim Auftreten von SARS 2003.


* Laut einer Erklärung eines WHO-Sprechers am 30.04.2009 in Genf wird die Weltgesundheitsorganisation (WHO) künftig nicht mehr die Bezeichnung "Schweinegrippe" verwenden, da der Begriff irreführend ist. Bei der Infektion handelt es sich um eine von Mensch zu Mensch übertragene humane Influenzainfektion. Die Organisation wird künftig nur die wissenschaftliche Bezeichnung A (H1N1) verwenden.