BMG-Bürgertelefon:
Montags bis freitags
zwischen 8 und 18 Uhr
unter 030 – 346 465 100
(Bundesministerium für Gesundheit)
Die häufigsten
Suchbegriffe:
Influenza Virus
Aufbau des Influenza-Virus
Das genetische Material, das für die Vermehrung der Viren verantwortlich ist, ist umhüllt von der Virusmembran. In dieser Hülle befinden sich Eiweiße wie Hämagglutinin (H) oder Neuraminidase (N), sogenannte Glykoprotein-Spikes. Sie sind für die Bindung an die Wirtszelle und das Eindringen des Virus´ in die Wirtszelle verantwortlich, über die sich das Virus dann vermehren kann.
Diese Eiweiße passen ganz genau zu den Oberflächenstrukturen der bevorzugten Wirtszellen. Dadurch erklärt sich die Wirtsspezifität für z. B. Vögel, Schweine oder Menschen, d. h. warum sich eine bestimmte Tierart oder der Mensch anstecken kann oder auch nicht.
Gleichzeitig sind die Glykoproteine auch die Antigene, gegen die das Immunsystem des Wirtes (Tier oder Mensch) Antikörper bildet. Auch Impfstoffe enthalten diese Antigene und führen zur Antikörperbildung nach Impfung.
Epidemiologie
Die Influenza-Viren können sich sehr schnell in ihren Eigenschaften verändern (Punktmutationen, Antigendrift). Dadurch entstehen immer neue „Grippewellen“ oder Grippe-Epidemien. Entsprechend müssen auch Impfstoffe immer wieder an diese Veränderungen angepasst werden um wirksam zu sein.
Die am meisten gefürchtete Veränderung ist die, die durch die Verschmelzung z. B. eines Schweinegrippe-Virus mit einem Human-Virus bei gleichzeitiger Infektion einer Wirtszelle zustande kommen kann (Antigensprung, Antigenshift). Daraus können Viren entstehen, die sich besonders schnell weiter verbreiten, hochgradig krank machen und zu den gefürchteten Pandemien führen können.