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Das Virus ist nicht zu stoppen
01.09.2009
Die Chefin der Welthesundheitsorganisation (WHO), Margaret Chan, erklärte, dass sich das H1N1-Virus viermal schneller verbreite als andere Viren. Das sei eine "unglaubliche, fast unerhörte Geschwindigkeit", erklärte Chan. In einem Zeitraum von sechs Wochen sei die Neue Grippe so weit vorangeschritten wie andere Grippen in sechs Monaten.
Weltweit seien bisher 2.180 Menschen der Schweinegrippe zum Opfer gefallen. Meist starben sie innerhalb von fünf bis sieben Tagen an hohem Fieber. 40 Prozent seien junge und gesunde Erwachsene gewesen. Oft leiden die jungen Patienten aufgrund der Schweinegrippe-Infektion an Lungenkrankheiten, die stationär behandelt werden müssten. Vor allem in ärmeren Ländern sei dies ein ernstzunehmendes Problem, denn deren Gesundheitssysteme seien nicht gut ausgestattet, so Chan.
Chan beruhigte gleichzeitig, dass die Neue Grippe bisher einen milden Verlauf aufzeige. 60 Prozent der Todesopfer litten vor der Infizierung schon an Vorerkrankungen wie Diabetes, Asthma oder Herzproblemen.
Die WHO-Chefin ist besorgt, dass 900 Millionen Impfdosen erst in ein paar Monaten hergestellt werden sein können. Das reiche für 6,8 Milliarden Menschen auf der Welt nicht aus. Sie appellierte an die Hersteller, nicht an der Qualität des Impfstoffs zu sparen, um Zeit zu gewinnen. Lieber solle man Verwaltungsvorgänge beschleunigen.
Laut Robert-Koch-Institut (RKI) haben sich bisher 15.878 Deutsche mit dem Schweinegrippe-Virus infiziert