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21.09.2009
Etwa Mitte Oktober soll ein Impfstoff gegen die Neue Grippe, besser bekannt als Schweinegrippe, zur Verfügung stehen.
Der Impfstoff soll für etwa 68 Millionen Menschen reichen. Besser umfassend vorsorgen als später Versäumnisse beklagen zu müssen, heißt es. Denn das Influenzavirus H1N1 könnte pünktlich zur Grippesaison aggressiver werden als bisher.
Risikogruppen zuerst
Nicht alle Impfdosen werden sofort zur Verfügung stehen. Vorrangig sollen daher laut Robert-Koch-Institut zunächst Risikogruppen die Impfung erhalten. Dazu zählen etwa medizinisches Personal, Polizisten, Feuerwehrleute, aber auch chronisch Kranke (Herzkranke, Diabetiker, Asthmatiker, Immunschwache) und Schwangere. Über Impfempfehlungen für Kinder beraten die Fachleute derzeit noch. Ebenso ist noch unklar, ob auch ältere Menschen früh gegen die neue Influenza A (H1N1) geimpft werden sollen. Weiterhin gilt: Ältere und Risikopatienten sollten sich gegen die saisonale Grippe impfen lassen.
Risiko für Schwangere
Im Gegensatz zu den normalerweise recht milden Verläufen bisher an der Schweinegrippe Erkrankter, haben Schwangere möglicherweise ein erhöhtes Risiko für Komplikationen. Daher empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unbedingt die Imfpung für diesen Personenkreis. Das Paul-Ehrlich-Institut, die Zulassungsbehörde für Impfstoffe, sieht derzeit keine Gefährdung Schwangerer durch eine Impfung gegen die Neue Grippe. Kritiker befürchten dagegen, dass vereinzelt auch schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten können. Problem dabei: Bei neuartigen Medikamenten oder Imfpstoffen würden diese erst erkannt, nachdem viele Menschen geimpft sind. Betroffene sollten daher individuell abwägen, ob das Krankheitsrisiko höher ist als ein mögliches Impfrisiko.
Impfreaktionen
Dem Impfstoff sind - teilweise neuartige - Hilfsstoffe beigemischt, die eine stärkere Immunreaktion auslösen. Mögliche Folgen: Es können nach der Imfpung Schwellungen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen und Fieber auftreten.
Alternativen
Die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft empfiehlt, insbesondere Schwangeren und Kindern einen Impfstoff anzubieten, der keinen Wirkverstärker enthält. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMEA) hat einen solchen Impfstoff unter dem Namen Celvapan zugelassen. Das Mittel ist zurzeit aber erst in Österreich zur Markteinführung geplant. In den USA gibt es ebenfalls einen Impfstoff ohne Wirkverstärker.
Impftermine
Ob es gegen Schweinegrippe eine oder zwei Impfungen (innerhalb von zwei Wochen) geben soll, beraten die Fachleute derzeit noch.
Tipp: test.de gibt allgemeine Informationen zur Schweinegrippe. (http://www.test.de/themen/gesundheit-kosmetik/meldung/-Schweinegrippe/1775625/1775625/)
Quelle: test.de