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3. Deutscher Influenzakongress

24.09.2009

Die Deutsche Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e. V. (DVV) lädt für den 24. bis 26. September 2009 zum 3. Deutschen Influenza-Kongress nach Erfurt in den Kaisersaal.

Wissenschaftlicher Leiter des Kongresses ist Prof. Dr. med. Peter Wutzler vom Institut für Virologie und Antivirale Therapie am Universtätsklinikum Jena. Prof. Wutzler, Präsident der DVV, beschreibt in seinem Grußwort die Influenza als "alten Feind", den es mit "bewähten und neuen Waffen" zu bekämpfen gilt. Gemeinsam mit internationalen und nationalen Wissenschaftlern sollen Wege gesucht und aufgezeigt werden wie der Influenza in Deutschland am besten zu begegnen ist.

„Im Augenblick herrscht eine viel größere Angst vor der Impfung als vor den Konsequenzen einer Infektion“, sagte Klaus Wahle, Mitglied der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut, am Donnerstag in Erfurt auf dem 3. Deutschen Influenzakongress. Auch Michael Pfleiderer vom Paul-Ehrlich-Institut versicherte, für Verunsicherungen bestehe kein Anlass.

Aus dem Grußwort zum 3. Deutschen Influenza-Kongress:
"Der alte Feind – die Influenza – hat nichts an Gefährlichkeit eingebüßt, auch wenn dies in den vier Dekaden ohne Pandemie manchem so vorkommen mag. Alarmzeichen, wie die weltweite Ausbreitung der Vogelgrippe durch H5N1, die direkte Übertragung aviärer Influenzaviren auf den Menschen mit teilweise tödlichem Ausgang, werden von der Öffentlichkeit mit Sorge verfolgt. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein bis eine neue Virusvariante entstanden ist, die effektiv von Mensch zu Mensch übertragen wird und gegen die die Weltbevölkerung keine schützenden Antikörper besitzt.

Aber auch die jährlich auftretende Influenza ist eine erhebliche gesundheitliche Belastung der Bevölkerung. Darauf besser vorbereitet zu sein, ist ein wesentliches Anliegen, das praktisch tätige Ärzte, Wissenschaftler, Epidemiologen und nicht zuletzt die für die Gesundheitspolitik Verantwortlichen gleichermaßen fordert. Dabei stehen ihnen neben den bewährten Impfstoffen, die noch unzureichend genutzt werden, als „neue Waffen“ effektivere Impfstoffe mit neuen Adjuvantien, präpandemische und pandemische Vakzine, die antivirale Therapie mit Neuraminidasehemmern, molekularbiologische Werkzeuge zur Überwachung der Influenzasituation im Lande und ein aktueller Maßnahmenplan für den Pandemiefall zur Verfügung."

Der 3. Deutsche Influenza-Kongress wird als Fortbildungsveranstaltung von der Thüringer Landesärztekammer zertifiziert.

Weitere Informationen auch bei der DVV unter www.dvv-ev.de

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