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Schweinegrippe-Impfstoff wird seit heute ausgeliefert
19.10.2009
Die ersten Impfstoff-Dosen gegen die Schweinegrippe ausgeliefert worden. Dr. Anke Helten, Sprecherin des Pharmaherstellers GlaxoSmithKline (GSK), informierte, dass sich die Lieferungen an die Bundesländer voraussichtlich bis in den Januar 2010 hinzögen.
Der GSK Impfstoff (Pandemrix®) steht noch nicht vollständig zur Verfügung, sondern muss noch kontinuierlich produziert werden. Die Produktion solcher Mengen - die Länder haben allein in Deutschland rund 50 Millionen Dosen bestellt – kann nicht unbegrenzt hoch gefahren werden.
In den vergangenen Tagen waren Pandemrix® - und auch der Imfpstoff von Novartis Focetria® - in die Kritik geraten. Gesundheitsexperten wie Prof. Kekulé, Institutsdirektor und Professor für Medizinische Mikrobiologie in Halle, hatten aufgrund der enthaltenen Wirkungsverstärker (Adjuvanzien) Bedenken wegen möglicher Nebenwirkungen angemeldet. Zudem wird Thiomersal, eine organische Quecksilberverbindung, die zur Konservierung verwendet.
Berichten über eine angebliche Bevorzugung von Politikern und Vertretern von Bundesbehörden bei der Impfung trat jedoch die Bundesregierung aufs schärfste entgegen. Bundeskanzlerin Angela Merkel erhalte dasselbe Präparat wie der Rest der Bevölkerung. Sie will sich zunächst von ihrem Hausarzt beraten lassen und dann entscheiden, ob sie sich impfen lassen wolle. Im Falle einer Impfung werde sie wie der Rest der Bevölkerung das Präparat Pandemrix® erhalten.
Auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt kündigte an, sie wolle sich mit dem Wirkstoff impfen lassen, „mit dem auch die Bevölkerung geimpft wird“, da dieser ebenso wie die beiden anderen in der EU zugelassenen Präparate „sicher und wirksam“ sei.