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Ab Montag wird in Österreich geimpft
06.11.2009
Für die Impfung steht in Österreich der Impfstoff Celvapan zur Verfügung.
Am 9. November startet auch in Österreich das Impfprogramm gegen das so genannte Schweinegrippe-Virus. Die Behörden haben neben den Mitarbeitern aus dem Gesundheitswesen drei Risikogruppen ausgemacht:
1. Personen ab dem sechsten Lebensmonat bis zum 49. Lebensjahr mit folgenden Grunderkrankungen: chronische Krankheiten des Atmungssystems, chronische Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems, chronische neurologische und neuromuskuläre Erkrankungen, andere Grundkrankheiten, welche die Immunität schwächen oder die Atmungsfunktion beeinträchtigen (inklusive Fettsucht), chronische Stoffwechselerkrankungen (insbesondere Diabetes mellitus),chronische Leber- und Nierenerkrankungen, Immunsystemschwäche (angeboren oder erworben), Krebserkrankungen. Die Impfung von Kindern mit diesen Grunderkrankungen wird ab dem sechsten Lebensmonat empfohlen. Empfohlen wird auch die Pneumokokkenimpfung.
2. Schwangere (ab der 15. Schwangerschaftswoche), auch Frauen vor einer geplanten Schwangerschaft sollten sich impfen lassen. Bei Schwangeren, die in Unkenntnis einer bestehenden Gravidität im ersten Schwangerschaftsdrittel geimpft wurden, besteht kein erhöhtes Risiko für Mutter und Fötus.
3. Enge Familienangehörige und Betreuungspersonen von Kindern unter sechs Monaten mit oben genannten Grunderkrankungen. Diese Personen sollen geimpft werden, da der Impfstoff bei Kindern unter dem sechsten Lebensmonat nicht zugelassen ist.
Die Kosten des Impfstoffes werden auch in Österreich von den Sozialversicherungsträgern übernommen.
Für die Impfung gegen die Neue Grippe steht in Österreich - im Gegensatz zu Deutschland - der Impfstoff Celvapan® zur Verfügung. Celvapan® enthält keine Adjuvantien und Konservierungsmittel. Bis Ende November soll Österreich rund 1,6 Mio. Dosen Celvapan® erhalten. Celvapan® wird von dem amerikanischen Pharmaunternehmen Baxter hergestellt, das in Österreich (Orth nahe Wien) eine große Produktionsstätte hat.
Auf der österreichischen Baxter WebSite lässt sich nachlesen:
Eine Reihe von nationalen Gesundheitsbehörden haben Pandemie-Übereinkommen mit Baxter abgeschlossen. Diese ermöglichen es ihnen jetzt - in der WHO Pandemie-Warnstufe 6 - H1N1 Impfstoffe bei Baxter zu bestellen. Diese nationalen Gesundheitsbehörden evaluieren ihren Bedarf und legen den Umfang ihrer Impfstoff-Bestellungen fest. Neben diesen bestehenden Vereinbarungen, fühlt sich Baxter auch verpflichtet, mit der WHO zu kooperieren um einen Teil seiner Produktionskapazitäten für besonders dringliche Bereiche der öffentlichen Gesundheit auf globaler Ebene einzusetzen.
Die Europäische Arzneimittelbehörde EMEA hat Baxter für den Modell-Pandemie-Impfstoff CELVAPAN*, der mittels Vero-Zell-Technologie produziert wird, die Zulassung erteilt. Die Qualifikations-, Entwicklungs- und Herstellungsprozesse, die bei der Erlangung einer Modell-Lizenzierung für CELVAPAN zum Einsatz kommen, gelten auch für die Verwendung des neuen A/H1N1-Virenstamms zur Entwicklung und Produktion eines Pandemie-Impfstoffes. Die Lizenzierung der EMEA ermöglicht eine schnelle Zulassung für einen A/H1N1-Impfstoff. Baxter wird den A/H1N1 Impfstoff nach Abschluss des ersten Produktionsdurchgangs zur Zulassung einreichen. CELVAPAN ist eine Entwicklung der Baxter Forschung in Wien und Orth.
Baxter ist erfahren in der Erforschung, Entwicklung und Produktion von Kandidat-Impfstoffen gegen potenziell auftretende Influenzaviren und ist in der Lage, einen Pandemie-Impfstoff effektiv herzustellen. Zudem ist Baxter überzeugt, dass die Vero-Zell-Technologie durch eine schnellere Produktion und Lieferung von Pandemie-Impfstoffen gewisse Vorteile bietet.
In Deutschland hatte die Bundeswehr rechtzeitig Celvapan® bestellt, während die Normalbevölkerung sich mit Pandemrix® von GlaxoSmithKline zufrieden geben muss.