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Gesundheistminister Rösler spricht mit Länderkollegen über Impfungen
10.11.2009
"Ich möchte mich bei meinen Länderkollegen über ihre Erfahrungen vor Ort informieren, um herauszubekommen, wo es mögliche Schwachstellen z.B. bei der Versorgung mit Impfstoff geben könnte", wird Rösler zitiert.
Für morgen, Mittwoch bittet Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler die jeweiligen Landesgesundheitsminister zum Gespräch über die Impfungen gegen die Schweinegrippe nach Berlin.
"Unser Ziel ist, gemeinsam für den bestmöglichen Schutz der Bevölkerung zu sorgen. Die Impfaktionen der Länder sind angelaufen. Schritt für Schritt werden die Bürger geimpft. Wie die Experten empfehlen, werden zuerst das Gesundheitspersonal und chronisch Kranke geimpft. Dann jeder, der will."
So klar sich das Ziel von Rösler in Berlin darstellt, so groß ist Verwirrung draussen vor Ort. In den meisten Gesundheitsämtern klappt die Massenabfertigung von Impfwilligen recht gut. Doch in vielen Städten wird gar nicht in den Gesundheitsämtern geimpft, sondern bei niedergelassenen Ärzten. Viele Patienten wissen dann nicht, von wem sie eine Spritze bekommen können.
In Niedersachsen beispielsweise müssen Patienten erst einmal bei einer der elf Bezirksvertretungen der KV anrufen, um herauszufinden, welcher Arzt impft. Einfach eine Liste ins Internet zu stellen, geht aus "Wettbewerbsgründen" nicht. In manchen Landstrichen lehnen fast alle Ärzte ab zu impfen. Etliche Hausärzte scheuen Aufwand und Risiko.